Winterzeit und schlechte Luft in der Wohnung? Nicht mit diesen Tipps!

Wer kennt das nicht. Draußen ist es kalt, dunkel und regnerisch. Drinnen gemütlich und warm. Wer geht da schon gerne vor die Türe oder macht gar das Fenster auf? Dennoch wird von vielen Experten immer vor allzu stickiger Raumluft gewarnt. Wer sich über einen längeren Zeitraum hinweg überwiegend in schlecht belüfteten oder schadstoffbelasteten Räumen aufhält, dem drohen gesundheitliche Beeinträchtigungen. Aber wie ist das möglich? Und noch wichtiger: Was können Sie dagegen tun?

Problem 1: Zu trockene oder zu feuchte Luft

Ein wesentliches Problem entsteht, wenn die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur nicht richtig angepasst sind. Schnell kann die Heizungsluft zu trocken sein, was auf Dauer die Schleimhäute reizt. Oder die Luftfeuchtigkeit ist dauerhaft zu hoch und es bildet sich Schimmel. Bronchitis sowie anhaltender Husten und Schnupfen sind die Folge. Gereizte Schleimhäute schwächen die Abwehr und erleichtern es Viren und Bakterien sich darauf anzusiedeln.

Lösung:
Finden Sie heraus, wie Sie in Ihrer Wohnung richtig Heizen und Lüften. Kontrollieren Sie die Luftfeuchte durch ein einfaches Hygrometer und beugen Sie so der Schimmelbildung vor. Denken Sie darüber nach, ob bei einem Umbau der Einbau einer Lüftungsanlage Sinn macht. Mit einer solchen Anlage wird Ihre Wohnung – auch wenn Sie nicht zuhause sind – immer optimal belüftet.

Problem 2: Schlecht gelüftete Räume

Auch schlecht gelüftete Räume haben nachweislich eine große Auswirkung auf Ihre Gesundheit. Beim Atmen nehmen wir den vorhandenen Sauerstoff auf, geben aber gleichzeitig wieder CO2 in die Raumluft ab. Die durch diesen Prozess entstandene Luft fühlt sich verbraucht und stickig an, steigert das Müdigkeitsempfinden und führt zu einem deutlichen Leistungsabfall der im Raum befindlichen Personen.

Lösung:
Auch hier hilft am besten regelmäßiges und richtiges Lüften. Das ausgeatmete CO2, welches das Raumklima belastet, wird so nach außen abgeführt und mit frischen Sauerstoff ausgetauscht. Aber auch Zimmerpflanzen tragen wesentlich zu einem guten Raumklima bei. Im Zuge der Photosynthese filtern sie das CO2 aus der Luft und wandeln es in Sauerstoff um.

Problem 3: Schlechte Gerüche

Schlechte Gerüche oder gar Gestank tragen nicht zu einem behaglichen Gefühl in den Wohnräumen bei. Im Gegenteil: Schnell wirken anhaltende Gerüche störend und können unter Umständen sogar akute Übelkeit hervorrufen. Dies gilt vor allem auch für Gerüche, die beim Kochen und Braten entstehen.

Lösung:
Geruchsentwicklung lässt sich nicht immer vermeiden, gerade wenn es um das Kochen geht. Aber mit Hilfe einer leistungsstarken Dunstabzugshaube (in offenen Küchen eine sinnvolle Investition) kann man hier Abhilfe schaffen. Ansonsten hilft gutes Lüften bzw. das Schließen der Küchentüre, damit die schlechte Luft nicht in die anderen Räume zieht.

Problem 4: Schadstoffe in der Luft

Die Problemquellen sind hier beispielsweise Baumaterialien sowie Farben, Lacke und Kleber. Das betrifft vor allem chemische Erzeugnisse, die meist nach dem Einbau noch ausgasen und die Raumluft belasten. Aber auch Inneneinrichtungsgegenstände wie z. B. Möbel, Teppiche und Bodenbeläge haben häufig einen starken Eigengeruch. Auf Dauer eingeatmet, schaden diese Schadstoffe Ihrer Gesundheit, fördern Allergien und stehen sogar im Verdacht Krebserkrankungen zu begünstigen.

Lösung:
Achten Sie bereits beim Kauf dieser Materialien und Produkte auf ihre Unbedenklichkeit. Ein wichtiges Merkmal ist beispielsweise der „Blaue Engel“. Er markiert Produkte, die von unabhängiger Stelle auf ihre Umwelteigenschaften und gesundheitliche Unbedenklichkeit hin geprüft wurden. Verzichten Sie möglichst auf die Verwendung von lösungsmittelhaltigen Produkten. Setzten Sie mehr auf Naturbaustoffe.

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