Versicherungen für den Hausbau!

Ohne angemessene Versicherungen geht beim Hausbau eigentlich gar nichts. Denn auf einer Baustelle kann immer etwas passieren. Auch wenn eine Versicherung aus finanzieller Sicht eine zusätzliche Belastung darstellt, sollte sich der Bauherr trotzdem absichern, da es bei einem Unfall schnell teuer werden kann. Hier zeigen wir Ihnen im Überblick die wichtigsten Versicherungen, die Sie in jedem Fall haben sollten.

1. Bauherrenhaftpflicht

Diese Versicherung bietet Schutz gegen gesetzliche Haftansprüche aufgrund von Verletzungen der Verkehrssicherungspflicht (z. B. schlechte Beschilderung bzw. Beleuchtung) auf der Baustelle. Es ist die Verpflichtung des Bauherrn die Baustelle so abzusichern, dass sich niemand verletzen kann. Normalerweise wird diese Aufgabe an einen Bauleiter weitergegeben. Dennoch steht der Bauherr hier in der Überwachungspflicht und kann bei Unfällen haftbar gemacht werden.

Bauherren sollten hier prüfen in welchem Umfang sie versichert sind. Gerade für Personenschäden sollte die Deckungssumme bei 5 Mio. Euro liegen.

2. Bauleistungsversicherung

Sie schützt Bauherren und Bauunternehmer vor unvorhersehbaren Schäden während des Bauvorgangs, die z. B. durch höhere Gewalt (Hochwasser, Sturm), Vandalismus, Konstruktions- und Materialfehler oder Fahrlässigkeit verursacht werden. Damit versteht sich die Bauleistungsversicherung als Allgefahrenabdeckung eines im Bau befindlichen Hauses und läuft während der gesamten Bauphase bis zur Abnahme.

3. Rohbaufeuerversicherung

Diese Versicherung sollten Sie auf keinen Fall vergessen! In vielen Policen ist diese Feuerversicherung in der Bauleistungsversicherung mit enthalten. Prüfen Sie daher Ihren Vertrag genau und schließen Sie eine solche Versicherung zum Schutz Ihres Rohbaus ab. Damit ist Ihr Neubau während der Bauphase gegen Schäden durch Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion) sowie durch bemannte oder unbemannte Flugkörper abgesichert.

4. Baufertigstellungsversicherung

Hierbei handelt es sich um eine Versicherung, die nicht durch den Bauherrn, sondern durch die ausführende Firma abgeschlossen werden muss. Sie sollten sich daher unbedingt dort erkundigen, ob eine solche Versicherung besteht. Denn damit schützen Sie sich vor der Insolvenz des Unternehmens. Meldet ein Unternehmen Insolvenz an, wird es die Arbeiten an Ihrem Wohnhaus nicht weiter ausführen können. Das bedeutet für Sie, dass Sie ein anderes Unternehmen mit den Leistungen beauftragen müssen, was wiederum zusätzliche Kosten verursacht.

Das ausführende Unternehmen sollte Ihnen daher als Bestätigung eine Fertigstellungsbürgschaft vorlegen. Somit können Sie sicher sein, dass eine entsprechende Absicherung besteht und dass die Versicherung im Falle einer Insolvenz für eventuelle Mehrkosten eintritt.

5. Unfallversicherung

Auch private Bauhelfer (wie z. B. Familienangehörige und Freunde) müssen versichert werden. Das übernimmt die Bauberufsgenossenschaft. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie das Bauvorhaben dort gemeldet haben sowie die Helfer. Nicht versichert sind Sie als Bauherr sowie Ihr Ehepartner. Hier besteht die Möglichkeit sich freiwillig bei der Bauberufsgenossenschaft zu versichern.

Hiermit haben Sie einen Überblick über die Versicherungen erhalten, die Sie auf jeden Fall für Ihren Neubau benötigen. Bei einigen Bauträgern – wie auch bei der Firma Herwig Haus – sind die oben genannten Versicherungen mit im Werkvertrag enthalten. Dadurch sparen Sie sich eine Menge Arbeit. Achten Sie also immer auf einen guten Versicherungsschutz!

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