So gelingt die Finanzierung Ihres Eigenheims

Jedes Haus braucht ein solides Fundament. Dies beginnt jedoch nicht erst beim Hausbau an sich, sondern schon bei der Finanzierung des Bauprojektes. Mit der richtigen Herangehensweise an dieses Thema, erfüllen Sie sich Ihren Traum vom Eigenheim!

Der wohl wichtigste Faktor bei der Finanzierung ist das bereits vorhandene Eigenkapital. Auf jeden Fall sollte man etwa 20 % der Baukosten als „flüssige Mittel“ zur Verfügung haben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Ersparnisse auf einem Konto oder um einen Bausparvertrag handelt.

Tipp: Eine Sicherheitsreserve von drei bis sechs Monatsgehältern sollte man als „Notgroschen“ für sich zurückbehalten.

Beim eventuell bereits vorhandenen Bausparvertrag gilt es zu prüfen, ob sich die Inanspruchnahme eines Bauspardarlehens lohnt. Bei älteren Verträgen ist es häufig so, dass der Effektivzins bei 5 bis 6 % liegt und daher teurer ist, als ein Kredit von der Bank. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, dann ist es sinnvoll lediglich das Guthaben dieses Vertrages abzurufen.

Bei einem Darlehen sollten Sie auf jeden Fall versuchen eine möglichst langfristige Zinsbindung zu erzielen. Aufgrund der derzeit niedrigen Zinsen lohnt es sich definitiv das Zinsniveau möglichst lange niedrig zu halten. Das Minimum liegt bei 10 Jahren, lässt sich aber auch für 20 oder 25 Jahre festlegen.

Auch im Zusammenhang mit der Tilgung kann man sich den derzeitigen Niedrigzins zu Nutze machen. Berücksichtigen Sie hierbei jedoch, dass eine zu niedrig angesetzte Anfangstilgung die Zeit bis zur Abzahlung des Darlehens deutlich verlängert. Nutzen Sie daher den Spielraum des niedrigen Zinssatzes für höhere Tilgungssätze!

Tipp: Spätestens zum Renteneintritt sollten Sie das Darlehen vollständig abbezahlt haben!

Auch die Möglichkeit der Sondertilgung sollten Sie in Ihren Vertrag mit einarbeiten lassen. Die Stiftung Warentest empfiehlt hier eine Sondertilgungsrate von 5 % der Kreditsumme pro Jahr. Höhere Sondertilgungen sind zwar möglich, aber in der Regel nur in Verbindung mit hohen Zinsaufschlägen.

Lassen Sie sich auf jeden Fall gut beraten!

Die erste Anlaufstelle kann dabei eine unabhängige Finanzierungsberatung sein. Dort wird auch errechnet, ob Sie sich ein solches Projekt leisten können und wenn ja, in welchem Umfang.

Tipp: Dies sollte eigentlich der erste Schritt sein, nachdem man sich entschlossen hat ein Haus zu bauen. Mit den Informationen die man bei der Beratung erhält, kann man zielgerichtet mit der Suche nach dem Grundstück, dem passenden Hausanbieter und der richtigen Finanzierung beginnen.

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