Schimmel in der Wohnung und wie er entsteht

Schimmel wächst überall da, wo es sehr feucht ist. Dieser Tatsache ist sich wohl jeder bewusst, dennoch besteht häufig Unkenntnis über die Ursache von Schimmel in Wohngebäuden. Hier ein kurzer Überblick über mögliche Problemquellen.

In extremen Fällen, rühren die Ursachen von defekten Dachrinnen, Dächern, oder Fallrohren her. Dabei dringt die Feuchtigkeit durch Risse im Mauerwerk ein, sammelt sich und beginnt mit der Zeit zu schimmeln.

Sehr viel häufiger entsteht Schimmel durch das ganz normale Bewohnen. Denn auch beim Kochen, Waschen, Duschen, Baden, Ausatmen, Pflanzen gießen, usw. wird Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben. In der Regel wird diese feuchte Luft durch richtiges Heizen und Lüften nach außen abgeführt.

Schimmel kann an sich erst entstehen, wenn sich die warme Raumluft auf kalten Oberflächen niederschlägt. Das ist vor allem in Altbauten ohne Dämmung ein großes Problem, weil die Außenwände durch die fehlende Dämmung stark auskühlen können. Schnell wird in diesen kritischen Bereichen eine zu hohe Luftfeuchtigkeit erreicht. Dem Schimmel genügt hier eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 80 % an der Oberfläche des Materials.

Aber auch Neubauten sind – trotz Dämmung – nicht von diesem Problem ausgenommen. Hier kann die gute Dämmung und damit luftdichte Außenhülle energieeffizienter Häuser zu Schimmel führen. Gutes und richtiges Lüften ist in diesen Gebäuden ein absolutes Muss! Eine Orientierung für Hauseigentümer bietet hierbei das durch den Fachplaner erstellte Lüftungskonzept.

Schon gewusst?

Mit einem einfachen Hygrometer kann man sich eine Orientierung über die relative Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen verschaffen. Ideal ist eine dauerhafte Luftfeuchtigkeit von 65 bis 70 %. Im Winter eher weniger. Entlang der Wandoberflächen sollte die Luftfeuchtigkeit nicht über 80 % liegen.

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