Kostenfallen beim Hausbau vermeiden

Auf dem Weg zum Eigenheim lauern Kostenfallen, die man jedoch schon im Vorfeld ausräumen kann. Mit diesen Tipps gehen Sie den sicheren Weg!

Baunebenkosten

Die Baunebenkosten sollten Sie von Anfang an mit berücksichtigen, egal ob Sie Ihr Haus mit einem Architekten oder Bauträger bauen. Denn diese Kosten werden immer vom Bauherrn selber getragen und nicht von der ausführenden Firma.

Zu diesen Kosten zählt die Grunderwerbssteuer und die mit dem Grundstückserwerb verbundenen Notar- und Gerichtskosten. Zusatzkosten können auch bei einem noch nicht voll erschlossenen Grundstück entstehen. Die Außenanlagen sowie Gas- und Stromanschlüsse sind zusätzliche Kostenquellen und werden schnell bei der Kalkulation vergessen.

Auch an die Erstellung eines Bodengutachtens sollte man denken. Diese Investition ist auf keinen Fall unnötig. Es können massive Kostensteigerungen entstehen, wenn der Baugrund in seiner Beschaffenheit spezielle Eigenarten aufweist (beispielsweise tonnenschwere Findlinge).

Gut zu wissen: Die Baunebenkosten machen zwischen 10 % und 30 % der Baukosten aus und bewegen sich schnell im fünfstelligen Bereich!

Zu knapp bemessene Baufinanzierung

Bei der Baufinanzierung ist es immer sinnvoll einen Puffer für eventuelle Notfälle einzuplanen. Denn eine Nachfinanzierung wird meist teurer, als eine etwas höher angesetzte Baufinanzierungssumme.

Gut zu wissen: Lassen Sie Ihre Finanzierung durch einen unabhängigen Berater prüfen!

Merkmale einer seriösen Baufirma

Vertrauen und Sympathie sind Grundvoraussetzungen für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit. Dennoch gilt es auch hier, Risiken schon im Vorfeld aus dem Weg zu räumen.

Eine seriöse Baufirma wird Ihnen ohne Probleme eine Baufertigstellungsbürgschaft in ausreichender Höhe zur Verfügung stellen. Sollte das Unternehmen während der Bauzeit Insolvenz anmelden, sind Sie hier auf jeden Fall abgesichert.

Auch die Bau- und Leistungsbeschreibung sollte so ausführlich sein, dass Sie genau wissen, was Sie erhalten. Welche Materialien werden z. B. für den Bau verwendet? Von welchen Herstellern? Welche Leistungen sind nicht im Angebot enthalten? Bietet das Unternehmen Ihnen hier von Anfang an eine gewisse Transparenz, können Sie auch erwarten entsprechende Leistungen zu erhalten.

Die Baufirma kann Ihnen auch Referenzobjekte nennen, die Sie sich vorher näher anschauen können. Dann wissen Sie schon im Vorfeld, welche Ausführung Sie erwartet.

Vereinbaren Sie im Vertrag außerdem einen sinnvollen Zahlungsplan. Dieser sollte so aussehen, dass Leistungen erst dann gezahlt werden müssen, wenn Sie auch tatsächlich erbracht wurden (Bezahlung gemäß Baufortschritt).

Unabhängige Gutachter von namhaften Instituten (z. B. VQC), die den Bau während der Entstehungsphase begleiten, garantieren eine fachgerechte und den Normen entsprechende Ausführung. Eine seriöse Baufirma wird Ihnen diese Leistungen auf jeden Fall mit anbieten. In der Regel ist es so, dass dieser Gutachter beim Abschluss des Bauvorhabens ein Zertifikat erstellt, das Ihnen die fachgerechte Ausführung bestätigt.

Gut zu wissen: Auch der Blower-Door-Test sollte ein Bestandteil dieser baubegleitenden Leistungen sein und mit im Vertrag enthalten sein!

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