So finden Sie das richtige Grundstück für Ihr Bauprojekt!

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück ist eine der ersten Hürden die jeder Bauwillige ganz zu Anfang nehmen muss. Wer träumt nicht von einem idyllischen Grundstück in sonniger Lage? Leider passiert es allzu häufig, dass hier die Katze im Sack gekauft wird. Wir haben daher ein paar Punkte zusammengestellt, die Sie beim Grundstückskauf beachten sollten.

Wo bauen?

Zunächst stellt sich immer die Frage, wo der künftige Wohnort eigentlich sein soll. Die Entscheidung hängt oft von den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen ab. Sehr beliebt bei Bauherren ist Wohnen in Stadtnähe. Aber auch die Entfernung zum Arbeitsplatz spielt dabei eine große Rolle. Insbesondere Familien legen großen Wert auf eine gute Umgebung für Kinder (Spielplätze, Kindergärten und Schulen in naher Reichweite). Überlegen Sie daher gut, was Sie von Ihrem neuen Wohnort erwarten.

Beschaffenheit des Grundstücks

Wie soll das Grundstück beschaffen sein? Hanglagen sind in der Regel schwieriger zu bebauen und daher kostenintensiver. Auf jeden Fall sollten Sie ein Bodengutachten anfertigen lassen. Dies gibt Ihnen detaillierten Aufschluss über den Zustand des Untergrundes. Zum Beispiel ob er besonders felsig ist oder ob ein hoher Grundwasserstand vorliegt. Sind die Nachbargrundstücke bereits bebaut, empfiehlt sich außerdem ein Gespräch mit den Nachbarn.

Altlasten

Bei den Grundstücksnachbarn kann man gut in Erfahrung bringen, ob es eventuelle Altlasten (umweltgefährdende Stoffe) auf dem Grundstück gibt. Zur weiteren Recherche kann man aber auch die Bauakten der zuständigen Gemeinde einsehen. Erstellen Sie sich so bereits vor dem Kauf eine Historie der Grundstücksnutzung. Wurde das Gelände vor längerer Zeit eventuell industriell genutzt? Oder gab es hier vielleicht einen Schuttplatz?

Bebauungsplan

Lässt sich der Bauwunsch auf diesem Grundstück überhaupt realisieren? Informationen erhält man durch den Bebauungsplan bzw. beim Bauamt der zuständigen Gemeinde. Hier macht es auch Sinn einen Blick in das Grundbuch zu werfen. Dort erfahren Sie alles über eingetragene Wegerechte, bestehende Hypotheken oder ein mögliches Vorkaufsrecht der Gemeinde.

Erschließung

Des Weiteren sollte man in Erfahrung bringen, ob das Grundstück bereits voll erschlossen ist oder ob hier noch Kosten entstehen werden. Üblicherweise sind diese Kosten bereits im Kaufpreis enthalten. Erschlossene Grundstücke sind daher immer teurer als unerschlossene. Ein auffällig niedriger Grundstückspreis kann also ein guter Indikator sein. Nicht nur das sich Erschließungsarbeiten sehr lange hinziehen, auch die Kosten können sich auf mehrere tausend Euro belaufen.

Kaufabwicklung über den Notar

Haben Sie sich für ein Grundstück entschieden, wird Sie der weitere Weg zu einem Notar führen. Denn alle Grundstücksgeschäfte müssen notariell beglaubigt werden. Seine Aufgabe ist dabei die unparteiische Betreuung beider Parteien. Er wird Ihnen also niemals vom Kauf des Grundstückes abraten. Dennoch prüft auch er die Eintragungen ins Grundbuch und sichert so den lastenfreien Erwerb. Die Kosten für den Notar übernimmt in der Regel der Käufer.

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