Die Baugenehmigung: So gehen Sie richtig vor!

Kein Spatenstich ohne Baugenehmigung! Diese Aussage trifft auf die meisten Bauvorhaben zu. Verstöße führen schnell zum Baustopp und zu erheblichen Geldbußen für den Bauherrn. Zwar gibt es auch genehmigungsfreie Bauvorhaben. Auf welche Objekte diese Ausnahme zutrifft ist jedoch im jeden Bundesland anders und richtet sich nach der jeweiligen Landesbauordnung. Daher hier einige Informationen, was Sie rund um dieses Thema wissen sollten.

Bauvoranfrage

Stellen Sie in jedem Fall eine Bauvoranfrage. So können Sie bereits vor der eigentlichen Planung feststellen, ob sich ihr Wunschhaus auf diesem Grundstück realisieren lässt. Die Anfrage können Sie sogar schon vor dem Grundstückskauf stellen. Von Ihrer zuständigen Gemeinde erhalten Sie anschließend einen Bauvorbescheid, der zwar zeitlich begrenzt aber dennoch verbindlich ist.

Bauantrag

Nun kann auch der Bauantrag gestellt werden. Dieser darf nicht vom Bauherrn selber eingereicht werden. Hierzu benötigen Sie beispielsweise einen Architekten der berechtigt ist den Bauantrag vorzulegen. Er kann Sie auch darüber aufklären, welche Unterlagen benötigt werden. Zudem wird er darauf achten, dass der Antrag vollständig eingereicht wird, damit es hier keine Komplikationen mit dem Bauamt gibt. Zu den erforderlichen Unterlagen gehören z. B. der katasteramtliche Lageplan, die zeichnerischen Darstellungen des Bauvorhabens und die Wohn- und Nutzflächenberechnung.

Prüfungsverfahren und Genehmigung

Anschließend durchläuft Ihr Antrag ein Prüfverfahren beim zuständigen Amt, was etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Es wird kontrolliert, ob Ihr Bauvorhaben mit den Bestimmungen des Bebauungsplans und des Bauordnungsrechts übereinstimmt. Sind alle Angaben in Ordnung erfolgt im letzten Schritt die Genehmigung. Hierzu erhalten Sie eine entsprechende Baugenehmigung. Damit steht der Ausführung Ihres Projektes nichts mehr im Wege.

Ausnahmen

Wie bereits erwähnt, gibt es auch Fälle, in denen eine Baugenehmigung nicht zwingend erforderlich ist. Diese Ausnahme bezieht sich auf Einfamilienhäuser und ist abhängig vom Bundesland. Voraussetzungen dafür sind ein verbindlicher Bebauungsplan und eine gesicherte Erschließung des Grundstückes. Der Architekt muss dann nur eine Bauanzeige an das zuständige Bauamt schicken. Erfolgt von dieser Seite innerhalb einer bestimmten Frist kein Widerspruch, kann der Hausbau begonnen werden.

Tipp: Wenn Sie ein Wohnhaus im Bundesland Bayern bauen möchten, erhalten Sie im BayernPortal weitere Informationen über erforderliche Unterlagen und Kosten für den Bauantrag.

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