Tipps für ein warmes Zuhause im Winter

Der Winter zieht wieder in´s Land ein . Da freut man sich auf eine kuschlig warme Wohnung! Um dabei jedoch die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, hier ein paar Tipps.

Heizung auf höchster Stufe?!
Ist ein Raum sehr kalt, neigt man dazu die Heizung auf die höchste Stufe zu stellen, damit es möglichst schnell warm wird. Die Stufen stehen jedoch nur für die gewünschte Höchsttemperatur im Raum und nicht – wie häufig vermutet – die Temperatur des Heizkörpers. Auf Stufe drei würde man den Raum also auf 20 bis 21°C aufheizen. Steht das Thermostat auf der höchsten Stufe, würde der Heizkörper den Raum immer weiter aufwärmen. Das kann teuer werden, denn der Energieverbrauch steigt um etwa sechs Prozent für jedes weitere Grad!

„Stop-and-Go-Heizen“
Die Methode Heizkörper fast vollständig auszudrehen wenn man außer Haus ist, schont den Geldbeutel weitaus weniger, als man vermutet. Vor allem in unsanierten Häusern kühlen die Räume im Winter bei abgestellten Heizkörpern sehr schnell aus und müssen dann erst wieder stark beheizt werden, um eine angenehme Raumtemperatur zu erreichen. Das kostet viel Energie und erhöht die Heizkosten.

Ratsam ist es daher die Heizkörper auf einer niedrigen Stufe einzustellen, sollte man tagsüber nicht zuhause sein. So wird die Raumtemperatur auf einem gleichmäßigen Level gehalten. Will man dann eine etwas wärmere Temperatur im Raum schaffen, ist die Aufheizphase bis zur gewünschten Temperatur deutlich kürzer und es wird weniger Energie verbraucht. Das gleiche Prinzip lässt sich auch auf die Nacht anwenden.

Sinnvoll Lüften
Kurzes Stoßlüften und das etwa drei- bis viermal am Tag ist in der kalten Jahreszeit die beste Lösung. So wird die Luft schnell ausgetauscht, Schimmelbildung verhindert und die Räume kühlen nicht stark aus. In den Monaten Dezember bis Februar sollte man die Fenster vier bis sechs Minuten offen lassen. In den wärmeren Monaten etwas länger.

Wichtig: Die Fenster nur zu kippen ist kein Stoßlüften! Um einen guten Luftaustausch zu erreichen, müsste man sehr lange lüften. Dadurch kühlen die Fensterlaibungen zu stark aus und es kommt an diesen Stellen sehr schnell zur Schimmelbildung!

Die Kälte „aussperren“
In den kalten Winternächten macht es Sinn, Jalousien, Vorhänge und Rollos in allen Räumen geschlossen zu halten. Diese Vorrichtungen dienen gewissermaßen als zusätzliche Dämmung, so dass die Wärme nicht so schnell nach außen entweicht und es innen eher warm bleibt.

Heizkörper nicht verdecken
Die Heizkörper sollten nach Möglichkeit immer gut erreichbar sein und weder durch Möbel noch durch Gardinen verdeckt werden. Ist ein Heizkörper verdeckt, kann die Wärme nicht richtig an den Raum abgegeben werden. Die Heizung muss mehr arbeiten, um die Raumtemperatur zu halten. Der Energieverbrauch steigt.

Heizung und Dämmung
Wer ein eigenes Wohnhaus hat, dem stehen zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung, um Heizkosten zu sparen. Das beginnt schon bei der Heizungsanlage. Diese sollte in jedem Fall regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Außerdem ist es sinnvoll ältere Anlage zu modernisieren, da es inzwischen effektivere Heizsysteme gibt, die wiederum Heizkosten sparen.

Auch bei älteren Wohnhäusern lohnt es sich in eine Dämmung der Außenwände zu investieren. Auf der einen Seite spart man nämlich Heizkosten, da durch die Dämmung der Wärmeverlust deutlich reduziert wird. Zum anderen werden solche Projekte von staatlicher Seite gefördert, so dass sich eine neue Dämmung schnell amortisiert.

Frostschutz bei längerer Abwesenheit
Ist man mehrere Tage nicht zuhause, reicht es nicht aus die Heizkörper auf das Schneeflockensymbol für den „Frostschutz“ zu stellen. Diese Einstellung verhindert zwar das Zufrieren des Heizkörpers, aber nicht das Vereisen der Leitung! Bei einem Rohrbruch, wird das von Ihrer Versicherung schnell als Fahrlässigkeit abgetan und Sie bleiben auf den Reparaturkosten sitzen. Stellen Sie die Heizung also etwas höher ein, auch wenn Sie einige Tage nicht zuhause sind.

Grundtemperatur in der Wohnung
Um Schimmel vorzubeugen, sollte es in Ihrer Wohnung niemals kälter als 16 Grad sein. Bei kühleren Temperaturen schlägt sich die Feuchtigkeit aus der Luft an kalten Wänden und Gegenständen nieder, was schnell zu Schimmel führen kann. Als Mindeststandard wird daher eine Grundtemperatur von 20 bis 22 °C vorgegeben, die jedoch in den einzelnen Räumen – je nach Nutzung – unterschiedlich hoch sein darf.

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